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Sommer, Sonne und Grapefruits

Also ich weiß ja nicht was Petrus sich bei diesem extremen Temperaturschwankungen in dieser kurzen Zeit denkt, aber ich finde es ziemlich anstrengend ^^“
Warum kann sich das nicht langsam steigern, dass man sich daran gewöhnt und sich nicht gleich wie in der Sauna fühlt ?
Naja, muss man halt mit Leben ^^
Damit ich wenigstens etwas vom tollen Wetter habe, ohne gleich zu zerlaufen, geht es meist morgens zum spazierengehen ans Neckar-Ufer.
Und das ist derzeit echt wunderschön, denn überall sieht man Vögel mit Ihren flüggen Jungen. Eines davon war zu übermütig und ist auf der Strasse gelandet. Da konnte ich mit meinem Freund ja nicht wegsehen und haben es mit Hilfe eines Astes wieder zu seinen Geschwistern verfrachtet.
Es ist übrigens ein weit-verbreiteter Irrglaube das Eltern ihre Jungen nicht mehr versorgen sobald man sie anfasst!
Süßer Fratz, oder ?
Wieder daheim musste natürlich eine Idee zum abkühlen her und da kam mir ein American Cheesecake Rezept in den Sinn….
 
Blutorangen Cheesecake (20 cm ⌀) 
220g Haferkekse
100g zerlassene Butter
1/2 tl Blutorgangenzesten
 
700g Frischkäse
100g Ricotta
120g Zucker (Puderzucker)
2 Eßl Blutorangenzesten
3 Eier
 
2 Blatt Gelatine
100 ml Blutorangensaft
 
Springform 20cm / 160°C Ober-und Unterhitze / 40min
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Die Sprinform unbedingt sorgfältig mit Backpapier auskleiden. Und Ofen vorheizen.
Backblech bereitstellen.
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Was ich immer an American Cheesecake tolle finde, sollte man irgendwelche Aggressionen inne haben, kann das ziemlich hilfreich sein ^^ Denn für den Boden dürfen die Kekse erst einmal in ein Tuch gewickelt werden und dieses darf man dann mit aller Wucht aufschlagen bis die Kekse fein zerkrümelt sind. Egal wie es am Ende zu den Krümeln kommt, aber ich hab mit der Methode am meisten Spass.
Die zerlassene Butter und die Zesten mit den Krümel mischen und gleichmäßig auf den Boden der Form verteilen. Gut andrücken!
Jetzt habt ihr 20-30min Zeit, denn der Krümelboden muss in den Kühlschrank.
In der Zwischenzeit die Zutaten für die Creme glatt rühren. Hierbei nicht zu schnell rühren. Die Eier werden dann einzeln untergerührt.
Um eventuelles Austreten oder Einlaufen von Wasser zu verhindern wickelt einfach Alufolie um die Kuchenform. Nun die Creme auf den gekühlten Boden verteilen, auf das Blech stellen und mit 5mm unter dem Rand füllen. Dies verhindert das Austrocknen später.
Nun ab in den Backofen für 40min, bis er in der Mitte noch leicht wackelt. Danach lasst ihr ihn in Ruhe auskühlen, am besten über Nacht.
Der erfrischende Grapefruit-Guß -> Gelatine einweichen – ausdrücken und dann im vorher erhitzen Saft der Grapefruit auflösen. Leicht abkühlen lassen und dann nur noch über den Cheesecake gießen. Letzte Wartezeit, eine Stunde bis der Guß nicht mehr davon fließt ^^
Jetzt nur noch genießen, der Kuchen ist echt eine leckere Abkühlung. Am besten mit einem Glas gekühlter selbstgemachter Limonade genießen ^.-
Toll an diesem Rezept ist vor allem die Freiheit die man in Sachen Geschmack hat. Die Grapefruit kann durch jegliche Zitrusfrüchte ersetzt werden. Wer also keine Grapefruit mag, nimmt einfach Zitronen, Limetten oder Orangen ^^ (Natürlich BIO)
 
Also dann, bis zum nächsten Mal, wenn Ihr noch nicht vor Hitze schon auf dem Boden liegt ;)
 

Alle Jahre wieder…

…wird jemand älter :)

So auch mein Vater, der jedes Jahr mal wieder 32 wird ^^

Und da dieses Jahr ein besonderer Geburtstag war, fast die gesamte Blutsverwandtschaft angerollt kam und Freunde aus der Vergangenheit, musste natürlich eine passende Torte her.

Da mein Vater leidenschaftlicher Musiker ist und vor allem dem Klavier sehr viel Zeit widmet, war die Motivwahl nicht besonders schwer ^^

Schwarz & Weiß sollte die Torte in Aussehen und Geschmack haben und das kam nach ca. 3 Tagen Arbeit daran heraus.

Da ich das letzte Mal bei einer Motivtorte echt in schwitzen gekommen, weil ich viel zu spät angefangen hatte, habe ich diesmal rechtzeitig angefangen. Ein Glück muss ich dazu sagen ^^“

Die Basis war ein Schokoladenkuchen mit starkem Malzgehalt (durch Guinness oder Karamalz) und einer Frischkäsecreme. Durch das zumischen von Bier, bekommt der Kuchen eine sehr dunkle Färbung, einen sehr schokoladigen Geschmack und vor allem einen sehr lockeren saftigen Teig. Optisch der totale Hingucker beim aufschneiden ^^

Und in Sachen Geschmack muss man nicht viel vermuten, einfach Bombe :)

Der Zeitplan sah wie folgt aus: Tag 1 wurde der Kuchen gebacken und die ersten Fondant-Verzierungen gemacht. Abends, nachdem er ausgekühlt war, kam die erste Schicht Creme hinzu (Crum-Coat) – Tag 2 hatte das Ziel die Creme Schicht für Schicht aufzutragen und dem Kuchen seine Form zu geben – Tag 3 war der Verzierung  mit Fondant gewidmet.

Nach diesem Back-Marathon war ich mehr als angespannt auf die Reaktionen der Gäste und vor allem wie es allen geschmeckt hat O_o Aber nachdem der erste Bissen gemacht worden ist, hatte ich keine Bedenken mehr :) Die Torte wurde bis auf den letzten Krümel regelrecht vernichtet ^^