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Easy Apfeltaschen und – Es war Weihnachten ? Echt jetzt?

Eigentlich wollte ich zu Weihnachten gar nicht im Lande sein, geschweige mir die ganzen familiären Verpflichtungen antun. Ich hatte einfach überhaupt keine Muse für weihnachtliches….wie auch, bei 18°C Außentemperatur?!
 
Egal, denn ich war mit einem Virus gestraft, der mir zwar alles bescherte, aber nicht das Gefühl krank zu sein – Geht´s noch?
Taschentücher im Dauerabo und Gläser von Honig für den Hals, aber trotzdem das Gefühl haben Bäume außreisen zu können – Seltsamer konnte es gar nicht werden.
 
Da ich mit der Krankenheit so oder so Verbot hatte auf irgendeiner Weihnachtsfeier aufzutauchen, waren mein Ofen und ich allein. Was wie ich finde auch keine schlechte Kombi ist :) 
Kommt ja in der Regel immer was feines dabei raus.
 
Da ich vor 1-2 Wochen von Lisa von steviakaufen.com eine kleine Probe des natürlichen Süßstoffes bekommen hatte, wurde folgendes gemacht – Apfeltaschen.
apfeltasche_03
Ich hatte noch fertigen Blätterteig im Kühlschrank und genügend Äpfel  (Braeburn) um zwei Versionen zu backen, für den späteren Vergleich – Zucker gegen Stevia.
 
Backofen bei ca. 170° Ober-und Unterhitze einstellen – Backblech mit Backpapier auslegen.
 
Ich hatte relativ kleine Äpfel, 6-7 an der Zahl, für die drei Taschen, die geschält und in Würfel geschnitten im Zitronensaft landeten. In die Pfannen gebt ihr jeweils einen größeren Klecks Butter (ca. 1 Eßl), für die Zuckervariante kommen in eine der Pfannen ca. 2 Eßl  (ca. 25-30g) braunen Zucker und für die Steviavariante einfach ein paar Tropfen dazugeben. 1 Tropfen Stevia flüssig ≈ 1g Zucker.
Sobald der Zucker aufgelöst ist und nach Karamell zu riechen beginnt, gebt die Äpfel dazu. 
Bei der Stevia-Pfanne kann dies natürlich schon vorher geschehen :)
Wer mag kann jetzt natürlich mit Gewürzen spielen um sich zumindest daran zu erinnern, dass Weihnachten ist, z.B. mit Zimt, Piment oder was für euch zum Apfel passt :)
 
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Sind die Äpfel schön weich geworden, zerfallen aber noch nicht, sind die Füllungen fertig. Einfach soweit es geht abkühlen lassen. 
Erst jetzt holt Ihr euren Blätterteig aus dem Kühlschrank und formt auf einer bemehlten Fläche die Quadrate für Apfeltasche. Für die Stevia-Tasche habe ich eine wahrlose Form gewählt um sie noch unterscheiden zu können.
Den Rest habe ich in die klassische Dreieck-Version gepackt. 
Wenn Ihr die Taschen füllt, geht nicht bis zum Rand und verklebt die Ecken mit einem verquirlten Ei. Am Ende einfach mit einer Gabel den Rand rundherum eindrücken. Zuletzt und das ist wichtig, oben ein paar Luftlöcher einschneiden, sonst platzen Sie an den Seiten auf.
 
Wie man sieht ist mir das auch passiert, ich wollte einfach zu viel reinpacken :) 
Tut dem Geschmack aber ein Glück nichts.
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Wenn ich mich nicht irre, haben meine großen Taschen so um die 30min gebraucht bis sie fertig waren, aber in der Regel gilt, sobald die Oberfläche schön goldbraun ist, sind sie fertig. Für den gewissen Glanz einfach das restliche verquirlte Ei mit einem Pinsel aufstreichen.
 
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Jetzt nur noch solange warten, bis man sich keine Verbrennungen mehr zuziehen kann und es kann probiert werden :)
Ich hatte die Stevia-Variante extra nicht abgeschmeckt, da ich den Vergleich direkt machen wollte.
 
Nach ca 10min habe ich dann mundgerechte Stücke von Zucker-und Steviatasche abgeschnitten.
Von der Konsistenz her war die Füllung mit Stevia natürlich flüssiger als mit Zucker, aber ansonsten optisch keine großen Unterschiede. 
 
Geschmacklich war es so, dass mich die Süße der Steviapflanze sehr an Süßstoff erinnert hat, gibt es doch einen leichten Beigeschmack der im ersten Moment gewöhnungsbedürftig ist. Die Variante mit Zucker, hat durch das leichte karamellisieren am Anfang dann doch besser zu der Apfeltasche gepasst.
 
Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, das mit Stevia nicht an backen zu denken ist, aber ich glaube, dass es für jede Zutat das passende Rezept gibt und das muss ich in dem Fall noch finden ;) 
 
P.S.: Da ich wie viele kein Hintergrundwissen zu Stevia hatte, habe ich mein Wissen etwas aufgefrischt und mir mal die umfangreiche Infothek von Steviakaufen.com durchgelesen. Da man aus den Medien auch sehr viele Negativ-Stimmen mitbekommen hat und dies viele wahrscheinlich abschreckt, sollte man es auf jeden Fall lesen, vor allem wer Stevia eigentlich interessant findet :) Ich persönlich halte von den mitgeteilten Infos der Medien nicht besonders viel und informieren mich lieber selbst und das empfehle ich auch allen da draußen!

Roter Samt für den Gaumen

Mehr als bei jedem anderen Cupcake habe ich mich schon beim ersten Mal in die roten Schönheiten verliebt. Allein die rote Farbe, die diesem Klassiker ja seinen Namen gibt, machen diese kleinen Leckereien einfach nur zum Eyecatcher. Der „Red Velvet-Cupcake“  ist einer der bekanntesten und das verdient. Ein wenig Schoko, ein wenig Vanille, ein wenig Zitrone ….. Von allem gerade so viel, dass es die Zunge umspielt, wie der Name schon sagt, wie „Samt“ :)
Und da das Rezept am Ende doch recht einfach ist, kann man die Cupcakes auch recht schnell genießen. 
 
 
 Wie immer gilt, die Zutaten am besten vorher abwiegen und bereitstellen. Alles natürlich in Zimmertemperatur!
Der Teig ist schnell fertig und man kann sich nebenbei an den schönen roten Farbkleksen in der Form erfreuen.
Ich hätte mich am liebsten gleich in den Teig reingelegt, aber das Schleckermaul in mir musste noch warten. Roher Teig in Massen ist dann doch nicht so zu empfehlen ^^“
 
Bei mir war der Teig nach 21min fertig, aber da jeder Ofen „anders“ backt, gilt immer die Regel: „Erst wenn ein Holzstäbchen sauber, beim hineinstechen herauskommt, ist der Teig fertig!“
Also nach 20min das erste Mal Probestechen ;)
Für das Topping nehme ich in der Regel eine kleine Spachtel, aber diesesmal hatte ich Lust den Spritzbeutel zu nutzen :)
Da ich mein Topping etwas weicher von der Konsistenz hatte, ist es ein wenig künstlerisch verlaufen, aber leicht gekühlt hat es sich echt gut auf dem roten Cupcake gemacht, oder ?
Lange hat mein Fotomodell nicht gelebt, aber kann man einem echt nicht verübeln, denn die „Red Velvet“ haben Suchtpotenzial.
Der Clou an den „Red Velvet“ ist aber vor allem der Einsatz von Natron und Weißweinessig. Diese Kombi verleiht dem Rezept das „Gewisse Etwas“ und der Teig wird himmlisch luftig, fällt dabei aber nicht gleich auseinander. Das Rezept findet im nächsten Jahr auch Einsatz bei einer Hochzeitstorte die ich für Freunde backen werde. Ihr könnt euch denken wie toll es wirken wird, wenn die Torte äußerlich hell ist und beim anschneiden ein leuchtend roter Teig zum Vorschein kommt :)
Aber bis dahin dauert es noch, geheiratet wird ja erst im April ;)
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