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Backen ohne Mehl ? Klar, gibt ja Kartoffeln!

Seit nun mehr 4 Monaten verzichte ich weitgehend auf Getreide jeglicher Art, was wirklich nicht immer leicht ist ^^“ 
Warum das Ganze ? Tja, wie so oft der Fall bei Ernährungsumstellung, der lieben Gesundheit und dem Körpergewicht zu Liebe. Und man mag es kaum glauben, dieser Verzicht, bzw. die Umorientierung was Getreide angeht lohnt sich wirklich. Schon 7 kg zeigt die Waage weniger an und ich fühle mich fitter und selten schlapp.
Naja, aber auch wenn es im Alltag gut umzusetzen ist, so ist das für jemanden der backen liebt echt doof ^^“
Solange ich nicht mein Wunschgewicht erreiche und ich wieder Sport machen kann (brauche noch das OK vom Arzt…), werden Rezepte ohne Mehl gesucht und wie man merkt, derzeit selten gebacken. 
 
Jetzt war es mal wieder soweit, die neue LECKER BAKERY lag in den Regalen und musste selbstverständlich  in die Einkaufstüte wandern. Natürlich in der Hoffnung das es auch Rezepte ohne Mehl geben würde. Viel Glück hatte ich da nicht, aber ein Rezept gab es dann doch :)
Für mich eine Premiere, denn für diesen Kuchen kamen Kartoffeln in die Rührschüssel!
  
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Aber für´s erste hies es für mich, Nüsse hacken, denn die hatte ich leider nur noch im ganzen im Vorratsschrank.
Und natürlich das wichtigste, die mehligen Kartoffeln aufsetzen, denn die brauchte ich gekocht. Schon irgendwie seltsam kein Mehl abwiegen zu müssen ^^“
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Die restlichen Zutaten waren da schon wieder vertrauter, Zucker, fünf Eier, Backpulver, Butter, Pflaumen und ein Teil der Nüsse.
Hier hieß es wie so oft, erst einmal Zucker und Butter schön schaumig schlagen und dann nacheinander die Eier zugeben.
Und der Teig,  der war bis dahin auch wie gewohnt :)
Nur im letzten Schritt durfte ich dann doch nicht zum Mehl greifen, sondern zu den zerstampften Kartoffeln.
 
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Diese wurde noch warm mit dem restlichen Zutaten vermengt und dann in die Form gegeben und erst mal ohne die Pflaumen vorgebacken. Erst jetzt durften die Pflaumen und die restlichen Nüsse darauf verteilt werden. 
 
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Nach ca. 50min Backzeit kam ein widererwarten schöner Kuchen aus dem Ofen. Ich muss sagen ich war bis dato den Kartoffeln als Zutat in einem Kuchen sehr skeptisch gegenüber.  Aber wie man sieht völlig grundlos.
Etwas tricky war der transfer vom Abkühlgitter zur Kuchenplatte, da der Kuchen recht schwer war. Aber mit etwas Fingerspitzengefühl machbar.
 
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 Beim aufschneiden hat man schon gemerkt, hier erwartet einen ein Kuchen der alles andere als trocken ist. Der Teig war sehr saftig.
Und es hat wunderbar gerochen. Obwohl ich mir im Nachhinein gedacht habe, ein wenig Zimt und Muskat hätten wunderbar zum Rezept gepasst. Ich denke beim nächsten Mal wird das auch gemacht.
 
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Für mich war das Experiment „Kartoffeln im Kuchen“ auf jeden Fall erfolgreich und es wird auch sicher nicht das letzte Mal sein das ich diesen Kuchen gemacht habe. Das Rezept kann man super abwandeln, einfach durch verwenden von Früchten der Saison, durch die Nusssorten oder durch zugeben von einzelnen Gewürzen. 
Ich habe für den nächsten Kartoffelkuchen eine Kombi von Zwetschgen und Mandeln im Sinn :) Natürlich mit einer Prise Zimt.
Mal sehen was es sonst noch so ungewöhnliche Zutaten zum backen von Kuchen da draußen gibt. Habt ihr da draußen noch Tipps für mehlfreie Kuchen oder Torten ? Falls ja, nur her damit ;)
 
 

Ein Hauch von Schokolade

Der Frühling wird an allen Ecken eingeleitet und auch hier soll es wieder  etwas lebendiger werden. Habe ich die Winterpause doch etwas zu ausgedehnt ^^“
Aber es war, mehr oder weniger, nicht freiwillig. Grund war vor allem meine nicht allzu nette Waage, die viel zu viel angezeigt hat. Und so habe ich mich zwischen den Jahren um mich gekümmert. Es wird ein längerer Weg, aber einen Teil habe ich schon geschafft.
Dafür hieß es all die Zeit „Finger weg von Getreide“, also auch von Mehl. Hieß im Umkehrschluss „Gebacken wird erstmal nicht“ Das blöde an dieser „Low Carb“ Ernährung, sie funktioniert  ^^“…..
Die Pause wurde jetzt aber unterbrochen, und zwar durch einen kleinen Geschenkkorb.
HUSSEL hat mir ein paar schokoladige Leckereien zukommen lassen und zu meinem Glück auch eine Tafel Edelbitter-Schokolade. 
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Und da habe ich meine Chance gesehen, wieder etwas zu posten. Gibt es doch ein kleines Dessert, welches ohne Mehl zubereitetet wird und ich es daher kaum abwarten konnte zu machen.
Die Rede ist natürlich von einem der Klassiker schlecht hin, dem Schokoladen Soufflé.
 
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Wie man sieht war die Schokolade schön verziert … aber nicht für lange :P
Zumindest war Sie für die kurze Zeit nicht allein, ein paar Pralinen und Mozartkugel leisteten ihr Gesellschaft.
souffle_003Probiert habe ich jeweils nur ein Stückchen um meine Sünden nicht eskalieren zu lassen, das Soufflé wollte ich ja im Ganzen genießen. Aber nach Wochen der Abstinenz war es ein wahrer Genuss in ein Stück Schokolade zu beißen :)
Und hübsch anzusehen waren die Kleinen auch. Meine freiwilligen Tester waren aber recht angetan von den schokoladigen Bissen.
 souffle_004Aber nun zum Hauptakteur. Für diesen braucht Ihr nicht viel:
 
– feuerfeste Förmchen euerer Wahl
– feinen Grieß
– ein Stückchen Butter
– 90g Schokolade eurer Wahl (ich habe Edelbitterschokolade benutzt)
– 1 tl Sahne
– 3 Eier (getrennt in Eiweiß und Eigelb)
– 2 tl brauner Zucker
 
Für´s erste müsst Ihr den Ofen auf 230° C vorheizen, am besten Ober-und Unterhitze. 
Die Förmchen schmiert Ihr mit der Butter gleichmäßig ein und verteilt den Grieß in den Förmchen, sodass eine Schicht entsteht.
 
– Die Schokolade und Sahne schmelzt ihr bei geringer Hitze in der Mikrowelle. Sie darf nicht zu heiß sein, also lieber langsam rantasten bis alles geschmolzen ist. 
– Das Eiweiß schlagt Ihr mit dem Zucker steif und stellt es zur Seite.
– Die Eigelb gebt ihr nun zu der geschmolzenen Schokolade und rührt diese unter bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Wer sicher gehen will, dass seine Eier nicht gerinnen, temperiert vorher. Das heißt, bevor Ihr die Eier zur Schokolade gebt, nehmt ihr ein wenig der warmen Schokolade und gebt diese zu den Eiern. Erst danach gebt Ihr sie zum Rest.
– Nun nehmt das steife Eiweiß und faltet es behutsam in zwei Teilen unter die Schokolade. Ziel ist es, möglichst wenig der Luft aus der Masse zu lassen. Also mit Gefühl rühren :)
– Nun gebt die Masse zu 3/4 in die vorbereiteten Förmchen und gebt Sie in den Ofen. Diesen stellt Ihr jetzt auf 200°C ein!
Der Ofen sollte jetzt unter keinen Umständen mehr geöffnet werden und das für min. 10 min.
 
Die Soufflés sind fertig sobald die Masse über die Förmchen tritt und die Oberfläche schöne Risse bekommt.
 
souffle_006Nun heißt es zeitnah genießen, den die lieben Soufflés sind schnell vergänglich. Also schnell eine Kugel Vanille-Eis  dazu reichen, Puderzucker für´s Auge und auf der Zunge zergehen lassen. Ich hatte leider vergessen das ich kein Eis mehr hatte, also gab es die Zweitbesetzung – frisch geschlagene Sahne. souffle_007
Die Soufflés waren wunder herb und schokoladig, da konnte ich mir auch verzeihen kein Vanille-Eis mehr gehabt zu haben. Aber beim nächsten Mal sorge ich vor :)
Wem es klassisch schokoladig zu langweilig ist, kann hier natürlich auch Schokolade mit Geschmack nehmen (z.B. mit Minze), oder hilft mit frischen Orangen-Zesten dem Geschmack noch etwas nach. Das ist, wie so oft, Eurer Fantasie überlassen. Und eigentlich sind die Kleinen recht einfach zu machen, das Einzig wichtige ist die Ofentür bis zum Ende zuzulassen ;) 
 
Jetzt heißt es nur noch für mich, das schöne Wetter genießen und ich hoffe Ihr tut das auch.
 
 
An dieser Stelle nochmals Danke für das schöne Schokoladenkörbchen an HUSSEL
 
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