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(K)ein Rezept, die Sache mit dem Karamell und ein mobiles Backbuch

Seit Wochen nehme ich mir vor endlich irgendwas zu backen. Mir war es schon egal was ich backe, aber etwas aus Mehl, Eier, Zucker und Milch musste in den Backofen. Nicht weil ich unbedingt ein Stück Kuchen oder Cupcake wollte, aber weil ich den Backprozess, die Arbeit mit den Zutaten und die Ruhe in der Küche vermisst habe. Und natürlich das meist schöne und wohlriechende Ergebnis :)
Der erste Monat im eigenen Geschäft läuft noch und schon sind die ersten freien Tage dem Unternehmen Selbstständigkeit zum Opfer gefallen.
Ohne Fleiß kein Preis. An dem Spruch ist wahrlich was dran…..leider ^^“
Naja, es kommen auch noch andere Zeiten.

Montags war es nun so, dass ich im Supermarkt stand und etwas zum backen einkaufen wollte. Ich hatte natürlich kein Backbuch in der Hosentasche und suchte mir was im Netz. Das Rezept laß sich gut und das Bild sah verlockend aus. Es war eine Schokoladentarte mit Mangoscheiben und Karamell.
Viel brauchte ich nicht und so ging es nach Hause in die Küche …. wo das Unglück, oder „heute-hab-ich-kein-händchen-zum-backen“-Tag seinen Lauf nahm.

Voller Tatendrang ging es an den Mürbeteig, die Zutaten habe ich alle abgewogen, bereitgestellt, vermengt und zum Blindbacken in den Ofen geschoben.
Beim verteilen in die Backform ist mir schon aufgefallen das es mehr auseinander fällt als sonst. Aber erst als ich den Boden aus dem Ofen nahm ist mir in den Blick gefallen warum……..ich hatte das Ei vergessen >____<

Da habe ich mir nur gedacht, solange es die Form hält wird das schon gehen. Also machte ich mich an den Karamell. Gleiches Spiel, die abgewogen Zutaten wurden nach Rezept in den Topf gegeben und gekocht. Im Topf sah noch alles herrlich bernsteinfarben aus. Dann hatte ich Sahne und Butter zugegeben und auf einmal war alles hell, nicht hellbraun, nicht hell-bernstein, einfach hell !!!!!!!!!!!!!

Noch optimistisch das es trotzdem aushärten würde, gab ich die Masse in den blindgebackenen Mürbeteig, belegte fleißig mit dünnen Mangoscheiben und ließ das ganze im Kühlschrank ruhen.

Nach ein paar Stunden Wartezeit hatte ich mich auf Stück Kuchen gefreut und nahm es aus dem Kühlschrank. Schon beim herausnehmen konnte ich meine Mundwinkel leider nicht mehr in aufrechter Position halten. Grund ? Der ganze Belag schwamm im Karamell und nur ein wenig Neigung hätte alles zu einer einzigen Kuchenlawine verwandelt…..man erahnt es schon am Bild, hier war nicht mehr viel zu retten……

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Auch geschmacklich leider kein Vorzeigewerk. Ich frage mich bis heute was da wohl alles schiefgegangen ist. Das ist wahrlich mein erster und schlimmster Fall von einem Back-FAIL.

■ ■ ■

Umso mehr hat mich die Nachricht einer kleinen, aber feinen App erreicht. Direkt aus der Redaktion von „Sweet Paul“. Wer das Magazin bisher noch nicht kennt, sollte definitiv mal eine Ausgabe riskieren. Ich persönlich liebe es die Ausgaben durchzublättern, die leckeren Rezepte zu kochen/backen, die DIY´s zu testen und Berichte zu lesen und nicht zuletzt die zahlreichen schönen Bilder zu begutachten :)

Soo, nun zu der App. Das gute Stück trägt den Namen SIMPLY YUMMY. Im Prinzip ist es ein Backbuch für die Hosentasche, nur noch ein wenig praktischer.

simply_yummy_logo

Abgesehen von Funktionen die man schon kennt, wie Favoriten abspeichern und einer Suchfunktion, könnt ihr Euch bei jedem Rezept verschiedene Mengen ausrechnen lassen. Was ich finde, dass Beste Gimmick der App ist. Kein kompliziertes Umrechnen, einfach die gewünschte Anzahl eintippen und die App macht den Rest.

Alle Rezepte sind Schritt für Schritt mit Bild erklärt und teilweise sogar schon mit Video verfügbar. Das hätte mir vielleicht diesen Back-Fail von Montag erspart ^^“ Dann hätte ich wenigstens kontrollieren können was wahrscheinlich schiefgegangen ist,  oder mir bei meinem spontanen Einkaufen ein besseres Rezept geliefert ;)

Naja…nächstes Mal klappt es wieder besser ^^

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Ich denke die App hat das Zeug ein treuer Begleiter für all diejenigen zu sein, denen unterwegs die Idee kommt etwas backen zu wollen und nicht gerade ihr Lieblingsbackbuch in der Tasche mit sich herumtragen.

Für den Anfang hat man schon ein solide Auswahl an Torten, Kuchen, Muffins und mehr. Die Rezepte lesen sich verständlich und sehen ansprechend aus. Ich habe bisher auch keine Halben-Homemade-Rezepte gefunden, was ich super finde. Bin ich doch ein Fan von Selbstgemacht von Anfang an ;)ehe

Wahrscheinlich habe ich noch gar nicht alle Funktionen entdeckt, aber das was ich bisher an Funktionen testen konnte stimmt mich positiv. Und spätestens wenn die ersten Testrezepte im Ofen gelandet und gelungen sind, bin ich überzeugt.

Für all diejenigen die nun einen Download riskieren wollen, schaut einfach mal hier vorbei >>> www.sweetpaul.de/App

 

Zupf it Baby!

zupfkasekuchen_titel

 

Ohne umschweife gleich zum süßen Teil. Nachdem ich auch nur das kleinste bißchen Luft hatte, wurde gebacken. Diesmal aus meinem neusten Buchschatz. Das Buch stand für mich ganz oben auf der „Holen-Liste“, doch bisher hatte mich der Preis ein wenig zurückgehalten. (49,90€)

Aber ganz ehrlich, der Preis ist es wert. Eine Unmenge an den unterschiedlichsten Kuchen und Leckereien wartet auf einen. Das Schöne an dem Buch, es sind bodenständige Rezepte, sowie Variationen aus aller Welt darin zu finden. Und man weiß wirklich nicht so richtig welchen man zuerst machen soll.

Wer es noch nicht wusste, Bernd Siefert war Konditorweltmeister des Jahres 1997. Solltet Ihr also mal in der Nähe von Michelstadt sein, stattet seinem Cafe unbedingt einen Besuch ab. Es lohnt sich :)

(http://www.cafesiefert.de)

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Ausgesucht habe ich mir für das erste Rezept einen Zupfkäsekuchen. Ich hätte eigentlich den Träubleskuchen gewählt, den ich aus seinem Cafe kannte, aber leider hatte mein Supermarkt keine Johannisbeeren …^^“

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Eingekauft war schnell und auch dem Rezept war einfach zu folgen, nur die Geduld war nicht mein Freund an diesem Tag, obwohl es jetzt nicht das aufwendigste Rezept war. Ich wäre am liebsten in den Ofen gekrabbelt, so gut roch es >-<

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Und dann auch noch das abkühlen abwarten ? – Folter……^^“

zupfkasekuchen_004Aber wie Ihr sehen könnt hat sich das Warten gelohnt. Der Kuchen war ein Gedicht. Die Textur von Teig und Füllung perfekt. Geschmacklich ein Traum und leider viel zu schnell leer ;)

Generell würde ich empfehlen, den Kuchen einen Tag vorher zuzubereiten, denn wenn er ein wenig nachgezogen hat, schmeckt er noch besser. Im Buch gibt es auch die Variante mit Minze, statt Orange. Also wer lieber Minze mag ersetzt die Orange einfach mit 30g gehackter Minze.

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Ich hoffe in Zukunft wieder etwas öfter zu posten, mal schauen ob es klappt. Wie man merkt, liegt mir die Kontinuierlichkeit nicht so, aber ich versuche es :)

Bis dahin – stay sweet !

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